Neue kostenlose Informationsbroschüre des BGV

Depressionen bei Darmkrebs

Bonn, 31.05.17 Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Jedes Jahr erkranken daran über 60.000 Menschen. Auch wenn die Therapien immer besser werden und die Heilungschancen steigen, ist die Diagnose Krebs zunächst ein Schock. Die Entwicklung depressiver Symptome ist in diesem Zusammenhang nicht selten. Eine neue Broschüre vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz – Info Gesundheit e.V. (BGV) gibt einen Überblick über Behandlungsmöglichkeiten des Darmkrebstumors sowie damit einhergehender depressiver Erkrankungen.

Mit der Diagnose Darmkrebs stehen plötzlich viele Fragen, aber auch Ängste, Unsicherheit und ein Gefühl der Ohnmacht im Raum. Die anstehenden Therapien und das Leben mit der Erkrankung verlangen nicht nur dem Körper einiges ab, sondern stellen auch eine enorme psychische Belastung dar. Nicht selten treten während oder kurz nach der Diagnose Depressionen auf. Vor allem in Fällen, in denen die Krebserkrankung trotz Therapie weiter voranschreitet und damit Lebenspläne verloren gehen, steigt das Risiko, eine Depression zu entwickeln.

Da es kein einheitliches Krankheitsbild gibt, bleibt eine Depression oftmals längere Zeit unbemerkt. Hinweise wie Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche oder Zukunftsängste werden insbesondere bei Krebspatienten häufig der momentanen Krisensituation zugeschrieben. Eine Depression ist jedoch eine eigenständige und ernsthafte Erkrankung des zentralen Nervensystems, die behandelt werden muss. Ansonsten steigen – unabhängig von Verlauf und Therapie der Krebserkrankung – die psychischen Belastungen und der Leidensdruck. Der Patient fällt über länger andauernde Phasen in eine gedrückte Stimmung und verliert jede Motivation. Hinzu kommen körperliche Beschwerden wie anhaltende Schlafstörungen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme.

Untersuchungen zeigen zudem, dass depressive Krebspatienten deutlich weniger genau den Therapieanweisungen folgen als Krebspatienten ohne Depression. Dies gefährdet den Erfolg der Krebstherapie und beeinträchtigt möglicherweise die Lebensqualität. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist es wichtig, erste Anzeichen einer Depression richtig einzuschätzen. Nur ein Arzt kann die zuverlässige Diagnose stellen. Falls erforderlich, wird er dann eine Therapie vorschlagen, die dabei hilft, die Depression zu bewältigen und die Lebensqualität des Patienten entscheidend zu verbessern. Weitere Informationen zur Therapie des Tumors und der Psyche enthält die kostenlose Broschüre „Darmkrebs und Depression“. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstrasse 32, 53123 Bonn.