Volkskrankheit Depression
Psychotherapie und Medikamente ergänzen
sich

Bonn, 27.10.17 Drei von vier Patienten in Deutschland, die an einer schweren Depression erkrankt sind, erhalten keine angemessene Therapie. Mehr als die Hälfte der schwer Depressiven werden unzureichend, 18 Prozent sogar gar nicht behandelt.* Dabei lassen sich depressive Störungen heutzutage gezielt und in den meisten Fällen erfolgreich therapieren. Oftmals fehlt es Betroffenen und Angehörigen an Informationen, um die Erkrankung richtig einzuordnen: Bei welchem Arzt erhält man eine möglichst eindeutige Diagnose? Wie kann eine Depression wirkungsvoll behandelt werden? Die kostenlose Broschüre Den Alltag meistern, Lebensmut schöpfen“ vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit e.V. (BGV) beantwortet diese Fragen übersichtlich und verständlich.

„Die gesicherte Diagnose ist ein erster Schritt auf dem mitunter mühsamen Weg aus der Depression“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand des BGV: „Wenn Depressionen nicht angemessen behandelt werden, können diese in eine schwere Depression übergehen und im schlimmsten Fall zum Selbstmord führen." Bei den meisten Patienten bessern sich dank der Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie die Symptome innerhalb weniger Monate. Dennoch erhalten über die Hälfte der Patienten (56 Prozent) lediglich eine Monotherapie entweder mit Antidepressiva oder Psychotherapie.*

Bei leichteren Formen der Depression können interaktive Trainingsprogramme im Internet ein guter Einstieg in eine psychotherapeutische Behandlung sowie eine Unterstützung sein. Das interaktive Online-Programm www.deprexis24.de ist ein zertifiziertes Medizinprodukt, das nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt, in mehreren Studien überprüft und vom BGV positiv bewertet wurde. Es basiert auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. In einzelnen Therapieeinheiten werden Techniken zur Bewältigung negativer Gedanken und Gefühle vermittelt und verschiedene praktische Übungen, unter anderem zu Entspannung, Achtsamkeit, Problemlösung, Konflikt- und Vergangenheitsbewältigung, angeboten. „Mit Therapie-Angeboten im Internet kann man Menschen erreichen, zu denen man sonst nicht vordringen würde, weil sie aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung den Gang zum Therapeuten oder Arzt scheuen“, so Hackler.

Weiterführende Informationen bietet die kostenlose Broschüre
Den Alltag meistern, Lebensmut schöpfen“. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn und im Internet unter http://www.depression-erkennen.de

* Studie der Bertelsmann-Stiftung auf http://www.faktencheck-depression.de