Neue Broschüre „Depression – Den Alltag meistern, Lebensmut schöpfen“

Herbstblues und ernsthafte Depression unterscheiden

Bonn, 22.09.16 Mit Beginn des Herbstes werden die Tage kürzer und mit ihnen schwindet das Sonnenlicht. Vielen Menschen schlägt das aufs Gemüt: sie fühlen sich müde und können sich zu nichts aufraffen. Jede dritte Frau und jeder vierte Mann kennt diesen sogenannten Herbstblues. Bei den meisten ist dies lediglich ein vorübergehendes Stimmungstief. Bei manchen allerdings handelt es sich um eine saisonal abhängige Depression (SAD). Diese Krankheitsform ist eine Unterform depressiver Erkrankungen und entwickelt sich meist in den Herbstmonaten. Der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit e.V. (BGV) warnt davor, die oft bis ins Frühjahr anhaltenden massiven Beschwerden zu verharmlosen: Depressionskranke Menschen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung. Nur ein Arzt kann eine zuverlässige Diagnose stellen und die notwendige Therapie einleiten.

Charakteristische Merkmale einer SAD sind eine tiefe Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb, sowie Erschöpfungs- und Angstzustände. Die Betroffenen verlieren ihre Lebensfreude und Motivation und spüren ein vermehrtes Schlafbedürfnis. Abhängig vom Schweregrad ihrer Depression sind manche nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. „Treten die genannten Symptome verbunden mit hohem Leidensdruck länger als zwei Wochen auf, sollte zur genaueren Abklärung ein Arzt aufgesucht werden“, rät Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand des BGV.

„Im Gegensatz zur depressiven Erkrankung ist eine leichtere depressive Verstimmung nicht behandlungsbedürftig. Der Betroffene selbst kann einiges tun, um seine Stimmung zu verbessern“, sagt Hackler. Zunächst sollte man möglichst viel Zeit im Freien verbringen, um natürliches Tageslicht aufzunehmen. Auch mit der sogenannten Lichttherapie hat man gute Ergebnisse erzielt. Einer Studie* zufolge kann die Stimmung bei einer täglich halbstündigen Sitzung vor einer lichtstarken Lampe (10.000 Lux) schon nach einigen Tagen aufgehellt werden. Auch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – selbst ein kurzer Spaziergang – helfen Körper und Seele dabei, die Stimmung zu heben. „Schließlich ist es sehr wichtig, sich nicht zuhause einzuigeln, sondern Kontakt zu Freunden und Bekannten zu suchen“, so Hackler.

Woran erkennt man eine Depression? Was löst sie aus? Und was kann man dagegen tun? Die kostenlose Broschüre „Depression Den Alltag meistern, Lebensmut schöpfen“ beantwortet diese Fragen übersichtlich und verständlich. Der BGV möchte mit dem Ratgeber ein besseres Verständnis für die Erkrankung erreichen, damit Betroffene sich frühzeitig und fachgerecht behandeln lassen. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn und im Internet unter www.depression-erkennen.de

* www.igel-monitor.de: „Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ergebnisse der Studien eine Verbesserung der depressiven Symptome nach der Lichttherapie ergeben.“