Saisonal abhängige Depression SAD

Trübe Tage, trübe Stimmung!

Bonn, 08.10.13 Sind die Tage grau, verregnet und noch dazu kürzer als die Nacht, schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt. Bei manchen handelt es sich dabei um mehr als nur ein vorübergehendes Stimmungstief. Allein in Deutschland leiden in der kalten Jahreszeit rund 800.000 Menschen, davon zwei Drittel Frauen, an einer sogenannten SAD, der saisonal abhängigen Depression. Diese Krankheitsform beginnt im Gegensatz zur „normalen“ Depression meist mit den Herbstmonaten und endet im Frühjahr.

Charakteristische Merkmale der SAD sind eine tiefe Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb, Hoffnungslosigkeit sowie Erschöpfungs- und Angstzustände, die wiederum zu Nervosität und Schlafstörungen führen können. Dazu kommen oftmals körperliche Beschwerden wie Nacken-, Rücken- oder auch Magenschmerzen. Die Betroffenen verlieren nicht nur ihre Lebensfreude und Motivation. Abhängig vom Schweregrad ihrer Depression sind auch viele nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit e.V. (BGV) warnt davor, die oft massiven Beschwerden zu verharmlosen: „Depressionskranke Menschen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung. Nur ein Arzt kann eine zuverlässige Diagnose stellen und die notwendige Therapie einleiten.“ Bei saisonal depressiven Menschen hat man mit der sogenannten Lichttherapie gute Ergebnisse erzielt. Einer Studie* zufolge konnte die Stimmung bei einer täglich halbstündigen Sitzung vor einer lichtstarken Lampe (10.000 Lux) schon nach einigen Tagen aufgehellt werden.

Obwohl die Depression mit zumeist erheblichem Leidensdruck verbunden ist, stellt sie noch immer ein Tabuthema dar. Dabei lassen sich depressive Störungen heutzutage gezielt und in den meisten Fällen erfolgreich behandeln. Aber woran erkennt man eine Depression? Was löst sie aus? Und was kann man dagegen tun? Die kostenlose Broschüre „Depression erkennen und behandeln“ beantwortet diese Fragen übersichtlich und verständlich. Der BGV möchte mit dem Ratgeber ein besseres Verständnis für die Erkrankung erreichen, damit Betroffene sich frühzeitig und fachgerecht behandeln lassen. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn und im Internet unter www.depression-erkennen.de

* www.igel-monitor.de: „Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ergebnisse der Studien eine Verbesserung der depressiven Symptome nach der Lichttherapie ergeben.“