Dunkle Jahreszeit trübt die Stimmung – Ausgewogene Ernährung und Bewegung hilft!

Bonn, 01.10.15 Sind die Tage grau, verregnet und noch dazu kürzer als die Nacht, schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt. Bei den meisten handelt es sich lediglich um ein vorübergehendes Stimmungstief. Bei manchen allerdings handelt es sich um eine saisonal abhängige Depression. In Deutschland leiden in der kalten Jahreszeit rund 800.000 Menschen, davon zwei Drittel Frauen, an der sogenannten SAD. Diese Krankheitsform entwickelt sich meist in den Herbstmonaten und endet im Frühjahr. Die SAD ist eine Unterform depressiver Erkrankungen und deshalb auf jeden Fall behandlungs-bedürftig. Der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit e.V. (BGV) warnt davor, die oft massiven Beschwerden zu verharmlosen: Depressionskranke Menschen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung. Nur ein Arzt kann eine zuverlässige Diagnose stellen und die notwendige Therapie einleiten.

Charakteristische Merkmale einer SAD sind eine tiefe Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb, sowie Erschöpfungs- und Angstzustände. Die Betroffenen verlieren ihre Lebensfreude und Motivation und spüren ein vermehrtes Schlafbedürfnis. Abhängig vom Schweregrad ihrer Depression sind manche nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. „Treten die genannten Symptome verbunden mit hohem Leidensdruck länger als zwei Wochen auf, sollte zur genaueren Abklärung ein Arzt aufgesucht werden“, rät Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand des BGV.

„Im Gegensatz zur depressiven Erkrankung ist eine leichtere depressive Verstimmung nicht behandlungsbedürftig. Der Betroffene selbst kann einiges tun, um seine Stimmung zu verbessern“, sagt Hackler. So hat man mit der sogenannten Lichttherapie gute Ergebnisse erzielt. Einer Studie* zufolge kann die Stimmung bei einer täglich halbstündigen Sitzung vor einer lichtstarken Lampe (10.000 Lux) schon nach einigen Tagen aufgehellt werden. Auch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – selbst ein kurzer Spaziergang – helfen Körper und Seele dabei, gesund zu bleiben. „Schließlich ist es sehr wichtig, sich nicht zuhause einzuigeln, sondern Kontakt zu Freunden und Bekannten zu suchen, auch wenn das manchmal schwerfällt“, so Hackler.

Woran erkennt man eine Depression? Was löst sie aus? Und was kann man dagegen tun? Die kostenlose Broschüre „Depression erkennen und behandeln“ beantwortet diese Fragen übersichtlich und verständlich. Der BGV möchte mit dem Ratgeber ein besseres Verständnis für die Erkrankung erreichen, damit Betroffene sich frühzeitig und fachgerecht behandeln lassen. Bestelladresse: BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn und im Internet unter www.depression-erkennen.de

* www.igel-monitor.de: „Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ergebnisse der Studien eine Verbesserung der depressiven Symptome nach der Lichttherapie ergeben.“